Darfst du unveröffentlichte Forschung in eine KI hochladen? Was mit deinen Dateien passiert
Manchmal, aber prüfe zuerst drei Dinge: Darfst du die Arbeit allein weitergeben, verbieten Vorgaben einer Zeitschrift, eines Förderers oder der Ethikkommission den Upload und was macht dein konkretes Konto mit den Dateien? Inhalte privater ChatGPT-Konten und Perplexity-Suchen können ohne Opt-out fürs Training genutzt werden. Lade kein Manuskript hoch, das du begutachtest.
Drei Fragen vor dem Upload
Darfst du es weitergeben? Kläre das mit Mitautorinnen und Mitautoren, deiner Betreuungsperson und den Datenverantwortlichen. Zugriff auf einen Entwurf bedeutet nicht automatisch, dass du ihn an einen externen Dienst senden darfst.
Begrenzen Zeitschriftenregeln, Förderbedingungen, Ethikvotum oder Datenvereinbarungen die externe Verarbeitung? Prüfe dann das konkrete Konto und die Funktion: Training, Aufbewahrung und Zugriff sind getrennte Fragen. Eine No-Training-Zusage erlaubt den Upload noch nicht.
Upload-Datenschutz nach Konto, mit sichtbaren Beleglücken
Diese Tabelle verwendet ausschliesslich die vorliegenden Anbieterprüfungen vom 11. und 13. Oktober 2026. Eine unbestätigte Zelle ist eine Lücke in diesen Belegen, nicht die Behauptung, der Anbieter habe keine Richtlinie. Einstellungen und Verträge können sich ändern; prüfe sie vor dem Versand unveröffentlichter Inhalte erneut.
| Tool / Konto | Training und Einstellung | Aufbewahrung / Einsicht |
|---|---|---|
| ChatGPT privat: Free / Plus / ProDossierQuelle 1Quelle 2 | OpenAI kann Inhalte aus Diensten für Privatkunden zur Modellverbesserung nutzen; Opt-out unter Einstellungen > Datenkontrollen > Das Modell für alle verbessern. Neue Unterhaltungen nach dem Opt-out dienen nicht dem Training. Feedback ist eine Ausnahme. | Temporary Chat: keine Modellverbesserung; bis zu 30 Tage Aufbewahrung aus Sicherheitsgründen möglich. Allgemeine Upload-Fristen und Grenzen menschlicher Einsicht sind in diesen Belegen nicht bestätigt. |
| ChatGPT Business / Enterprise / Edu; OpenAI-APIDossierQuelle 1Quelle 2 | Ein- und Ausgaben dienen standardmässig nicht der Modellverbesserung. | API: Ein- und Ausgaben bis zu 30 Tage aufbewahrt; Zero Data Retention auf Antrag für berechtigte Endpunkte bei qualifizierendem Anwendungsfall. API-Fristen gelten nicht automatisch für Edu oder jede Upload-Funktion. |
| Perplexity privat: Free / Pro / MaxDossierQuelle 1Quelle 2Quelle 3 | Suchen können standardmässig fürs Training genutzt werden. Opt-out in den Kontoeinstellungen; laut Hilfe liegt AI Data Retention unter Preferences. Es gilt nur für danach erfasste Daten. | Upload-Hilfe: Dateien bleiben privat, Inhalte dienen nur der Anpassung von Antworten; Aufbewahrung 30 Tage. Allgemeine Grenzen menschlicher Einsicht sind hier nicht bestätigt. |
| Perplexity Enterprise / APIDossierQuelle 1Quelle 2 | Laut API-Dokumentation standardmässig kein Training, für bestimmte APIs können aber produktspezifische Bedingungen gelten. | Laut API-Dokumentation ist Zero Data Retention nicht Standard; sie gibt es nur für berechtigte Kunden per Kontokonfiguration mit schriftlicher Vereinbarung. Die Upload-Hilfe nennt separat 7 Tage für Enterprise-Pro-Dateien; kläre den Funktionsumfang. |
| SciSpace: hochgeladene MaterialienQuelle 1Quelle 2 | Bedingungen: kein Training eines allgemeinen Modells, ausser bei gesonderter Offenlegung und Zulässigkeit nach geltenden Rechten, Quellenbedingungen und Recht. In der geprüften Datenschutzerklärung wurde kein Trainings-Opt-out gefunden. Das ist keine uneingeschränkte No-Training-Garantie. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Gemini Notebook (früher NotebookLM): privates Google-KontoDossierQuelle 1 | Google: Inhalte “will not be used to directly train our foundational AI models, unless you choose to provide feedback.” Feedback samt einbezogener Inhalte (Anfragen, Uploads, Antworten) kann zur Verbesserung von Google-Produkten und Machine-Learning-Technologien genutzt werden. | Feedback wird laut Google von geschulten Teams geprüft; geprüftes Feedback und einbezogene Inhalte werden bis zu 3 Jahre aufbewahrt, getrennt vom Google-Konto. Für normale Notebook-Inhalte nennt Google keine Aufbewahrungsfrist. |
| Gemini Notebook: Google-Workspace- oder Workspace-for-Education-KontoDossierQuelle 1 | Google: Uploads, Anfragen und Antworten “will not be used to train AI models.” Prüfe, ob dein Konto wirklich eine Workspace-Lizenz ist; eine Hochschuladresse allein beweist das nicht. | Google: Inhalte werden auch bei Daumen-Feedback nicht von Menschen geprüft. Für Arbeitskonten gelten die Google-Cloud-Nutzungsbedingungen, für Schulkonten die Workspace-for-Education-Bedingungen. |
| Claude: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Gemini: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Microsoft Copilot: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Elicit: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Consensus: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
| Scite: konkretes Konto prüfenDossier | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. | In den vorliegenden Richtlinienbelegen nicht bestätigt. Prüfe vor dem Upload die Anbieterbedingungen und dein Konto. |
Kein Training heisst nicht keine Speicherung oder Einsicht
OpenAI erklärt, dass bei Feedback die gesamte zugehörige Unterhaltung fürs Training verwendet werden kann. Temporary Chat dient nicht zur Verbesserung der OpenAI-Modelle, kann aber aus Sicherheitsgründen bis zu 30 Tage aufbewahrt werden. Diese Frist gilt nicht automatisch für jede Datei oder normale Unterhaltung.
Perplexitys Upload-Hilfe erklärt, Dateien blieben privat und ihr Inhalt diene nur dazu, Antworten anzupassen. Dort stehen 30 Tage Aufbewahrung beziehungsweise 7 Tage für Enterprise Pro. Laut API-Dokumentation ist Zero Data Retention nicht Standard; sie gibt es nur für berechtigte Kunden per Kontokonfiguration mit schriftlicher Vereinbarung. Diese Aussagen haben unterschiedliche Geltungsbereiche; kläre Dateifunktion und Vertrag, statt für jeden Enterprise-Upload null Aufbewahrung anzunehmen.
Laut Perplexity verbieten Verträge den Drittanbietern von Modellen, Perplexity-Daten fürs Training zu nutzen. Davon getrennt ist Perplexitys eigene standardmässige Nutzung privater Suchen zur KI-Verbesserung. Verwechsle diese Vertragsregel nicht mit der Opt-out-Einstellung deines Kontos.
Prüfe das Konto, nicht nur die Hochschuladresse
OpenAI verwendet nach eigener Aussage Ein- und Ausgaben von ChatGPT Business, Enterprise, Edu und der API standardmässig nicht zur Modellverbesserung. Laut Perplexitys API-Dokumentation standardmässig kein Training, für bestimmte APIs können aber produktspezifische Bedingungen gelten. Das sind Zusagen für bestimmte Produkte, keine Garantie für jedes Konto mit einer Hochschuladresse.
Prüfe den angemeldeten Arbeitsbereich, den Produktnamen und die Hochschulvereinbarung. Frage IT oder Datenschutzstelle, welcher Dienst für welche Daten und Funktionen freigegeben ist. Dieser Guide benennt keine Hochschulen als Lizenznehmer und erklärt kein Tool für DSGVO- oder nDSG-konform.
Peer Review: Das Manuskript gehört nicht in eine Cloud-KI
Lade kein Manuskript hoch, das du begutachtest. Lies zuerst die aktuellen Vorgaben des Publikationsorts und frage die Redaktion nach zulässiger Unterstützung. Ein privates Trainings-Opt-out klärt weder Vertraulichkeit noch die Zustimmung der Autorenschaft. Nutze einen lokalen Bewertungsentwurf, während du die Regeln prüfst.
Interviewtranskripte und personenbezogene Daten getrennt beurteilen
Lade keine rohen Interview-, Umfrage- oder Patientendaten hoch, solange Berechtigungen und Verarbeitungsbedingungen ungeklärt sind. Namen zu entfernen kann identifizierende Details übriglassen. Prüfe Einwilligung, Ethikvotum, Datenvereinbarung und Hochschulvorgaben mit den Verantwortlichen, bevor du einen externen Assistenten nutzt.
Für Fragen zu Aufbau oder Methode einer Abschlussarbeit kann ein abstrahiertes oder synthetisches Beispiel reichen, ohne die zugrunde liegenden Daten zu senden. Das ist eine Vorsichtsmassnahme im Arbeitsablauf, keine Rechtsberatung oder Feststellung zur Datenschutzkonformität eines Dienstes.
Ein vorsichtigerer Arbeitsablauf
Kläre zuerst die Berechtigung, nutze dann ein freigegebenes Konto und stelle die Trainingskontrolle vor einer neuen Unterhaltung ein. Sende nur das für die Aufgabe Nötige. Notiere Einstellung, Kontotyp, Richtlinienquelle und Datum, damit eine spätere Erklärung deine tatsächliche Nutzung beschreibt.
Muss die Arbeit auf deinem Rechner bleiben, halte Quellenbestand und Auswertung offline und prüfe jede Synchronisierung, Erweiterung oder Exportfunktion vor dem Einschalten. Die Dossiers zu Zotero und ASReview helfen bei der Planung; sie beweisen nicht, dass jede Konfiguration lokal bleibt.
Lösche nicht mehr benötigte Chats und Dateien, aber setze Löschen nicht mit rückgängig gemachtem Training gleich. Perplexity erklärt, Opt-outs gälten nur für danach erfasste Daten; zuvor erfasste Trainingsdaten könnten nicht gelöscht oder entfernt werden. Das Opt-out wirkt nach vorne.
Fragen, die dieser Leitfaden beantwortet
Jede Antwort unten stammt aus den datierten Feldern dieser Seite. Nichts davon ist zusätzlich für Suchmaschinen geschrieben.
Darf ich meine Abschlussarbeit in ChatGPT hochladen?
Erst nach Prüfung deiner Berechtigung, Hochschulvorgaben und des konkreten Kontos. Schalte bei privaten ChatGPT-Konten vor einer neuen Unterhaltung Das Modell für alle verbessern aus, wenn du kein Training möchtest. Das Opt-out klärt weder Mitautorenrechte noch Vertraulichkeit oder Ethikauflagen und ist keine Zusage, dass nichts gespeichert wird.
Nutzt ChatGPT Plus meine Daten fürs Training?
Das private ChatGPT-Plus-Konto unterliegt der Trainingseinstellung für Privatkunden, nicht dem Standard von Business, Enterprise oder Edu. OpenAI erklärt, Inhalte privater Dienste könnten fürs Modelltraining genutzt werden, und bietet ein Opt-out in den Datenkontrollen. Bei Feedback kann laut OpenAI die gesamte zugehörige Unterhaltung fürs Training verwendet werden.
Nutzt Gemini Notebook (früher NotebookLM) Uploads fürs Training?
Google hat NotebookLM am 16. Juli 2026 in Gemini Notebook umbenannt. Laut Hilfeseite gilt für private Konten: “will not be used to directly train our foundational AI models, unless you choose to provide feedback.” Bewertest du eine Antwort, können diese Inhalte von Menschen geprüft und bis zu 3 Jahre aufbewahrt werden. Bei Workspace- und Workspace-for-Education-Konten werden Inhalte laut Google nicht von Menschen geprüft und “will not be used to train AI models.” Stand 16.10.2026.
Macht ein Hochschulkonto einen Unterschied?
Das kann sein, aber entscheidend ist das Produkt, nicht die E-Mail-Adresse. OpenAI schliesst Ein- und Ausgaben von ChatGPT Business, Enterprise, Edu und der API standardmässig vom Training aus; laut Perplexitys API-Dokumentation standardmässig kein Training, für bestimmte APIs können aber produktspezifische Bedingungen gelten. Prüfe Arbeitsbereich und Vereinbarung. Eine Hochschuladresse macht ein privates Konto nicht automatisch institutionell.
Darf ich ein Manuskript hochladen, das ich begutachte?
Lade das Manuskript nicht in einen Cloud-Assistenten hoch. Lies zuerst die aktuellen Vorgaben des Publikationsorts und kläre erlaubte Unterstützung mit der Redaktion. Trainings-Opt-out oder Bezahlkonto schaffen allein weder Berechtigung noch Vertraulichkeit. Arbeite mit einem lokalen Bewertungsentwurf und öffentlichen Informationen, solange diese Fragen ungeklärt sind.
Darf ich Interviewtranskripte hochladen?
Nicht, solange Berechtigungen, Einwilligungen und Verarbeitungsbedingungen ungeklärt sind. Prüfe Ethikvotum, Datenvereinbarung und Hochschulvorgaben mit den Verantwortlichen, bevor du ein Cloud-Tool nutzt. Namen zu entfernen beseitigt nicht unbedingt identifizierende Details. Nutze für Methoden- oder Schreibfragen ein abstrahiertes Beispiel statt roher Daten von Teilnehmenden.
Macht das Löschen eines Chats Training rückgängig?
Gehe nicht davon aus. Perplexity erklärt ausdrücklich, das Opt-out gelte nur für nach diesem Datum erfasste Daten; zuvor erfasste Trainingsdaten könnten nicht gelöscht oder entfernt werden. Trainingskontrolle, Löschen einer sichtbaren Unterhaltung und Anbieteraufbewahrung sind verschiedene Vorgänge. Stelle die Kontrolle vor dem Versand ein, nicht danach.
Wie bleibt meine Forschung auf meinem Rechner?
Nutze einen Offline-Ablauf und prüfe jede Synchronisierung, Erweiterung und Exportfunktion vor dem Einschalten. Halte den Quellenbestand lokal und sende keine Rohdateien an Cloud-Assistenten. Die Dossiers zu Zotero und ASReview helfen bei der Planung. Nicht jede Konfiguration ist offline, und lokale Tools ersetzen keine Pflichten beim Umgang mit Daten.